Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem sich die Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2016 schwach entwickelte, kam es im Geschäftsjahr 2016/17 zu einer Erholung. Die in der zweiten Jahreshälfte 2016 einsetzende Aufwärtsbewegung konnte sich im ersten Halbjahr 2017 noch verstärken. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht deshalb in seiner Herbstprognose für das globale Wirtschaftswachstum 2017 von einem Anstieg in Höhe von 3,6 % aus und verbessert damit seine Frühjahrsprognose um 0,1 Prozentpunkte.

Dahinter steht jedoch eine unausgewogene Entwicklung, da Teile der Weltwirtschaft nicht uneingeschränkt dem positiven Trend folgten. Vor allem rohstoff- und erdölexportierende Entwicklungsländer haben es mit einem schwierigen Umfeld zu tun. Breiter schätzt der IWF den Aufschwung in entwickelten Volkswirtschaften ein sowie in einigen vorwiegend asiatischen Schwellenländern und sieht damit drei Viertel der Weltwirtschaft an der positiven Entwicklung beteiligt.

Positive Revisionen gegenüber dem Frühjahr 2017 gab es für die Eurozone und für asiatische und europäische Schwellenländer. Diese konnten eine leichte Abschwächung in den USA und Großbritannien ausgleichen.

Erwartetes BIP-Wachstum 2017

Grafik: Erwartetes BIP-Wachstum 2017

Hinsichtlich der Eurozone sieht der IWF für 2017 ein Wachstum von 2,1 %, für Deutschland von 2,0 %, und erhöht damit seine Frühjahrsprognose jeweils um 0,4 %. Als Treiber wurden erhöhte Exporte und eine gute Verbrauchernachfrage genannt. Auch die Bundesregierung hat ihre Deutschlandprognose von 1,5 % im Frühjahr auf 2,0 % angehoben.

Für die USA erfolgte mit 2,2 % eine etwas niedrigere Neubewertung des Wirtschaftswachstums 2017 durch den IWF. Zwar sei die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern gut, Risiken lägen jedoch im Kurs der US-Politik.

In China ist die Wirtschaft kräftiger als erwartet gewachsen und verdankt dies zum Teil guten Exporten. Mit 6,8 % wird das Wirtschaftswachstum voraussichtlich leicht über der April-Einschätzung von 6,6 % und dem Vorjahresniveau von 6,7 % liegen.

An den globalen Finanzmärkten hat sich 2017 ebenfalls eine positive Entwicklung gezeigt. Die Aktienmärkte lagen im Aufwärtstrend, die US-Zentralbank hat ihre Leitzinsen mehrfach angehoben, in Europa hielt die Europäische Zentralbank an ihrem Nullzins fest, kündigte aber eine Absenkung der Anleihekäufe für 2018 an.